Hochschule Reutlingen
17.03.2025

Wie Neutronen-Experimente helfen, Implantate besser zu verstehen

Forschende der Hochschule Reutlingen haben am Paul-Scherer-Institut in der Schweiz spannende Experimente durchgeführt. Die Forschungsarbeiten fanden unter der Leitung von Prof. Dr. Rumen Krastev, Leiter der Forschungsgruppe „Intelligente Oberflächen“, statt. Dr. Tonya Andreeva koordinierte die Experimente, bei denen mit einem speziellen Messgerät, dem AMOR-Neutronen-Reflektometer, untersucht wurde, wie sich Proteine an der Oberfläche von Implantaten verhalten.

Warum ist das wichtig? Sobald ein Implantat, wie zum Beispiel eine künstliche Hüfte, in den Körper eingesetzt wird, kommen Proteine aus dem Blut innerhalb weniger Minuten mit der Oberfläche des Implantats in Kontakt. Sie lagern sich an und bilden Schichten, die nur wenige Nanometer dick sind. Diese erste Reaktion des Körpers kann den Heilungsprozess beeinflussen und sogar darüber entscheiden, ob das Implantat gut angenommen wird oder nicht.

Das Forschungsteam wollte herausfinden, wie man diese Schicht gezielt beeinflussen kann – zum Beispiel durch kleine Veränderungen an der Oberfläche des Implantats.