Hochschule Reutlingen
27.03.2025

Wie spezielle Beschichtungen helfen können, Biomaterialien zu verbessern

Dr. Tonya Andreeva von der Hochschule Reutlingen nahm an der internationalen Konferenz NanoMedicine 2024 in Barcelona teil. Dort tauschten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Nanotechnologie, Biotechnologie und Medizin aus. Es ging um neue Erkenntnisse, aber auch um Herausforderungen und Zukunftstrends in diesen Forschungsfeldern.

In ihrem Vortrag stellte Andreeva die neuesten Ergebnisse der Forschungsgruppe "Intelligente Oberflächen" vor. Das Team um Prof. Dr. Rumen Krastev, Leiter der Forschungsgruppe, untersucht, wie biologische Zellen mit künstlichen Materialien interagieren – ein wichtiger Aspekt für die Entwicklung von Implantaten oder medizinischen Beschichtungen.

Ein Schwerpunkt der Forschung ist es, die Oberflächeneigenschaften von Biomaterialien gezielt zu beeinflussen, um ihre Verträglichkeit mit dem Körper zu verbessern. Dafür setzen die Wissenschaftler eine besondere, innovative Beschichtungstechnik ein. In ihrem Vortrag zeigte Dr. Andreeva, wie sich die erste Reaktion des Körpers – das Anhaften von Proteinen – durch eine gezielte Veränderung der Materialoberfläche steuern lässt. Dazu nutzte das Team Graphenoxid, das in die Beschichtung eingearbeitet wurde.

Diese Erkenntnisse könnten in Zukunft helfen, Implantate und andere medizinische Materialien noch besser an den menschlichen Körper anzupassen.